26.08.2022

| 2022-08

Ein Dank an alle am Bau Beteiligten – Richtfest für das Synagogenzentrum Potsdam

Richtfest Synagogenzentrum Potsdam Foto: Anne Frey, BLB
Richtfest Synagogenzentrum Potsdam Foto: Anne Frey, BLB

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, die für den Landesbau zuständige Finanzministerin Katrin Lange, Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle, der Präsident der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST) Abraham Lehrer sowie der Architekt Jost Haberland haben heute mit vielen weiteren Gästen das Richtfest für das Synagogenzentrum Potsdam gefeiert. Begleitet wurde das Fest für die Bauleute traditionell vom Aufziehen der Richtkrone, dem Richtspruch und dem symbolischen Einschlagen des letzten Nagels. Wenn der Innenausbau genauso reibungslos voranschreitet wie der Rohbau, wird das Synagogen- und Gemeindezentrum im Herzen der Potsdamer Innenstadt voraussichtlich Anfang 2024 an die ZWST als zukünftigen Betreiber übergeben werden können. Das Land finanziert den Bau mit rund 15,9 Millionen Euro.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke:

„Religion lebt von der gemeinsamen Begegnung und der tiefen Verbundenheit. Doch Gemeinschaft braucht auch Raum. Hier in der Mitte Potsdams und in der Mitte unserer Gesellschaft entsteht eine Heimstätte für die jüdischen Gemeinden in Potsdam und Brandenburg. Es kann kaum ein stärkeres Zeichen für unsere Einigkeit und Überzeugung geben, dass das jüdische Leben in all seiner Vielfalt genau hierhin gehört. Dass dies endlich möglich wird, dafür gebührt allen Beteiligten großer Dank. Der heutige Tag steht sprichwörtlich und ganz konkret dafür, dass ein schützendes Dach über die jüdischen Gemeinden gespannt wird. Möge es auch ein einendes Dach sein.“

Die für den Landesbau zuständige Finanzministerin Katrin Lange sprach von einem „ganz besonderen Bauvorhaben“. Lange weiter:

„Ich freue mich über den schnellen Baufortschritt, der seit der Grundsteinlegung im November 2021 erzielt wurde. Dafür gilt mein herzlicher Dank allen am Bau Beteiligten. Mit dem Richtfest nimmt das Potsdamer Synagogenzentrum nun sichtbar Gestalt an. Ein wichtiges Etappenziel ist erreicht. Vor uns liegen nun vor allem der Innenausbau und die Fertigstellung der Außenanlagen. Dies soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein, damit die Übergabe im März 2024 erfolgen kann. Natürlich hoffe ich, dass der weitere Zeitplan und Kostenrahmen eingehalten werden kann. Das Synagogenzentrum wird gut sichtbar sein im Potsdamer Stadtgefüge, in prominenter Lage neben dem Kabinetthaus und in unmittelbarer Nähe zum Landtag. Ich glaube, das ist ein guter Ort hier. Ich wünsche allen Bauleuten und Handwerkern alles Gute für einen weiteren zügigen, erfolgreichen und vor allem auch unfallfreien Baufortschritt.“

Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle:

„Ein Haus wird gebaut, aber ein Zuhause wird geformt. Dieses Sprichwort könnte als Motto über dem heutigen Richtfest für das jüdische Synagogen- und Gemeindezentrum Potsdam stehen. Der Neubau in unserer Stadtmitte wird ein Zuhause für jüdisches Religionsleben, für jüdische Kunst und Kultur, aber auch ein Zuhause für die Seelsorge, für Menschen mit Fragen, Nöten und Problemen. Ich bin überzeugt: Sie werden hier Zusammenhalt und Gemeinschaft erfahren ebenso wie Trost und Stärkung. Denn Jüdinnen und Juden werden hier nicht nur am Shabbat oder an Feiertagen zusammenkommen. Die Errichtung der Synagoge ist ein Symbol dafür, dass jüdisches Leben in Potsdam wieder dort präsent und sichtbar sein wird, wo es hingehört: im Herzen der Stadt. Ich wünsche mir, dass der anstehende Innenausbau ebenso zügig voranschreitet wie der Rohbau, und allen, die an der Vollendung des Gebäudes mitwirken, von Herzen Masel tov!“

Abraham Lehrer, Präsident der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.:

„Rund zehn Monate nach der feierlichen Grundsteinlegung erreicht das Synagogenzentrum Potsdam einen wichtigen Meilenstein. Das Bauvorhaben kommt mit großen Schritten seinem Ziel, einen zentralen Ort jüdischen Lebens zu schaffen, näher. Deshalb feiern wir mit dem Richtfest die hervorragende Leistung aller am Bau Beteiligten, besonders der Handwerkerinnen und Handwerker und Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter. Es war ein langer und anstrengender Weg bis zur Errichtung des Gebäudes. Auf diesem Weg wurde viel gestritten, es wurden aber auch Kompromisse gefunden und umgesetzt. So wird das Gemeindezentrum ein modernes Gebäude sein, das gleichzeitig einer jahrhundertelangen Tradition im Synagogenbau folgt. Alle Diskussionen, Kompromisse, aber auch die vielen Besuchenden hier um die Baustelle zeigen das große öffentliche Interesse an unserem gemeinsamen Vorhaben. Wir, die ZWST haben die Verpflichtung übernommen, das Haus mit Leben zu füllen. Damit schaffen wir einen gesellschaftlichen Mittelpunkt für die größer und vielfältiger werdende jüdische Gemeinschaft in Brandenburg. Seit Beginn der Planungen stehen wir in aktivem Austausch mit Potsdamer Gemeinden und gestalten die zukünftige Nutzung als Heimat für alle Gemeindemitglieder. Die Synagoge und das Gemeindezentrum, auf deren Fertigstellung sich die überwiegende Mehrheit der hier lebenden jüdischen Gemeinschaft sehr freut, werden das jüdische Leben in Potsdam und im Land Brandenburg vielfältig erweitern.“

Jost Haberland, Haberland Architekten BDA:

„Mit der Fertigstellung des Rohbaus und dem heutigen Richtfest haben wir für den Neubau des Synagogenzentrums Potsdams einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dass wir das Richtfest etwas früher als geplant feiern können, ist einigen glücklichen Umständen geschuldet, aber es ist auch ein Zeichen der hohen Motivation aller am Bau Beteiligten an diesem besonderen und wichtigen Gebäude mitzuwirken. Mit der Zeitreserve im Rücken sind wir zuversichtlich – trotz aller momentanen Schwierigkeiten im Bausektor – das Synagogenzentrum Anfang 2024 seiner Bestimmung übergeben zu können.“

Neubau des Synagogenzentrums Potsdam
Bauherr: BLB im Auftrag des Landes Brandenburg
Architekten: Haberland Architekten BDA, Berlin
Nutzung: Synagogenzentrum für die jüdischen Gemeinden in Potsdam als gemeinsamer ritueller und kultureller Ort
Ort: Schloßstraße 8, 14467 Potsdam
Hauptnutzfläche: 990 Quadratmeter
Bruttogeschossfläche: 2.031 Quadratmeter
Bauzeit (Plan): August 2021 bis März 2024
Baukosten (Plan): 15,9 Millionen Euro

Über den BLB
Der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) ist der zentrale Partner für die Landesverwaltung Brandenburg bei den Themen Liegenschafts-, Gebäude- und Baumanagement. Als Eigentümer bewirtschaftet er große Teile des Liegenschaftsvermögens des Landes und ist gleichzeitig Vermieter. Für die Kunden im Land Brandenburg, von der Staatskanzlei über das Justizministerium bis zum Forstamt, für den Bund und bei besonderem Landesinteresse auch für Dritte, managt der BLB Bauprojekte. Weiterhin organisiert er den Fuhrpark der allgemeinen Landesverwaltung Brandenburgs. Die rund 560 Beschäftigten des BLB setzen jeden Arbeitstag ein Bauvolumen von rund 750.000 Euro um. Im gesamten Land Brandenburg verwalten sie gut 500 Liegenschaften mit fast 850 Gebäuden, bewirtschaften über eine Million Quadratmeter Nutzfläche und betreuen rund 1.500 Mietverträge.
Weitere Informationen unter www.blb.brandenburg.de.

Ident-Nr
2022-08
Datum
26.08.2022
Verantwortlich
Ulrike Rehberg , presse@­blb.brandenburg.de
Ident-Nr
2022-08
Datum
26.08.2022
Verantwortlich
Ulrike Rehberg , presse@­blb.brandenburg.de