07.12.2016

Kreativer Ort des Austausches und der Kommunikation

Die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf kann sich auf ein energieeffizientes Lehrgebäude mit einladender Mensa freuen

BLB-Richtfest Neubau Lehrgebäude und Mensa Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
BLB-Richtfest Neubau Lehrgebäude und Mensa Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

Leerer Bauch studiert nicht gern – so könnte das Motto des heutigen Richtschmauses gelautet haben. Am 7. Dezember 2016 lud der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) zum Richtfest in die Babelsberger Medienstadt ein. Im Auftrag des Landes Brandenburg managt der BLB den Neubau des Lehrgebäudes 6 inklusive Mensa der Filmuniversität Konrad Wolf. Der Erweiterungsbau entsteht angelehnt an den Passivhausstandard des Landes Brandenburg und an den strengen Anforderungskatalog für nachhaltiges Bauen des Bundes. Im Juni 2018 können sich Studierende und Gäste zum ersten Mal das Essen in der wohlklimatisierten Mensa schmecken lassen und die neuen Seminarräume benutzen.

Essen am Kiefernwäldchen

Das Baukonzept unterlag engen Restriktionen, z. B. hinsichtlich der überbaubaren Fläche und Geschosshöhe. Der anspruchsvolle Gebäudeentwurf wurde in enger Abstimmung mit der Filmuniversität, den Architekten und intensiven Gesprächen mit den Fachbehörden entwickelt.

Eine Brücke verlängert die bestehende Magistrale im ersten Obergeschoss der Universität und verbindet den Bestands- und Neubau. Im Erdgeschoss des neuen Lehrgebäudes befindet sich gut erreichbar die Mensa. „Die Architekten haben in ihrem Entwurf einen Fokus darauf gelegt, dass die neue gastronomische Einrichtung eine starke Außenwirkung auf Besucher und Passanten entfaltet“, erläutert Norbert John, Technischer Geschäftsführer des BLB. Dafür sorgt die geschwungene, organische Form, die frei unter den beiden aufgesetzten Obergeschossen steht. Die darüber liegenden Gebäudekonturen überdecken diese Form, so dass ein wettergeschützter Außenbereich des Mensa-Restaurants entsteht. Nach Westen mit Blick auf das Kiefernwäldchen kann man sich im grünen Biotop entspannen oder angeregt austauschen.

Im ersten Obergeschoss des Neubaus sind die Büro- und Seminarräume angesiedelt. Die großen Lehrräume wie Studios, Zeichensaal, Medienraum, Bewegungsraum oder Probebühne befinden sich im zweiten Obergeschoss. Der optische Bezug zum Bestandsgebäude wird durch eine umlaufende, auf Lücke gestellte Profil-Verglasung hergestellt. Das Atrium im Innern des Neubaus erschließt das Gebäude und dient als Treffpunkt und Kommunikationsraum.

Innovatives Energie- und Lüftungskonzept reduziert CO2-Belastung

„Der Komfort für die Studierenden und Lehrkräfte sowie eine nachhaltige und energieeffiziente Architektur sollten von Anfang an in Einklang gebracht werden“, betont BLB-Projektleiter Frank Geist. So erschließt das Atrium nicht nur das Gebäudeinnere, sondern unterstützt durch thermischen Auftrieb die natürliche Durchlüftung. Weiterhin sorgt es zusammen mit einem Lichttrichter für eine sehr gute Ausnutzung des Tageslichts im Gebäude. Der Strombedarf für die Beleuchtung wird so reduziert werden.

Eine Wärmepumpe mit Erdsonden wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Dafür werden 26 Erdsonden 70 bis 90 Meter tief in der Erde versenkt. Die Grundbeheizung und Kühlung erfolgt dabei über die in den Betondecken verlegten Wasserrohre.

Einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten ebenfalls der hohe Dämmstandard der Fassaden sowie eine hochwertige Wärmeschutzverglasung. Ein außenliegender beweglicher Sonnenschutz verhindert die Überhitzung der Räume. Hohe Investitionskosten werden über die Jahre durch niedrige Energiekosten wettgemacht werden. „Vor allem können sich die Studierenden, Lehrkräfte und Gäste der Filmuniversität auf eine hohe Aufenthaltsqualität, Komfort und Funktionalität freuen“, unterstreicht Norbert John.

Neubau des Lehrgebäudes 6 mit Mensa der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

Bauherr: BLB im Auftrag des Landes Brandenburg
Architekten: medium Architekten, Hamburg und baubüro.eins, Hamburg
Nutzung: dreigeschossiger Erweiterungsbau mit Mensa-Restaurant im Erdgeschoss inklusive wettergeschütztem, überdachtem Außenbereich; kleinteiligen Büro- und Seminarräumen der Institute im ersten Obergeschoss;
großen Lehrräumen, wie Studios, Zeichensaal, Bewegungsraum, Medienraum oder Proberäumen im zweiten Obergeschoss; im Gebäudeinneren liegender Galeriehalle (Atrium) als Erschließungs- und Kommunikationsraum; Teilunterkellerung für Unterbringung der haustechnischen Anlagen
Ort: Potsdam-Babelsberg, Marlene-Dietrich-Allee 11
Nutzfläche: 2.267 Quadratmeter
Nettogeschossfläche: 3.559 Quadratmeter
Bruttogeschossfläche: 4.234 Quadratmeter
Bauzeit: Mai 2015 bis Mai 2018
Baukosten: 13,6 Millionen Euro laut Haushaltsunterlage Bau (HU-Bau)

Über den BLB

Der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) ist der zentrale Partner für die Landesverwaltung Brandenburg bei den Themen Liegenschafts-, Gebäude- und Baumanagement. Als Eigentümer bewirtschaftet er große Teile des Liegenschaftsvermögens des Landes und ist gleichzeitig serviceorientierter Vermieter. Für die Kunden im Land Brandenburg, von der Staatskanzlei über das Justizministerium bis zum Forstamt, für den Bund und bei besonderem Landesinteresse auch für Dritte managt der BLB Bauprojekte. Weiterhin organisiert er den Fuhrpark der allgemeinen Landesverwaltung Brandenburgs. Durch eine optimale Bewirtschaftung und Verwertung aller Liegenschaften sowie durch die effiziente Planung des Fuhrparks leistet der BLB einen aktiven Beitrag zur Entlastung des öffentlichen Haushalts des Landes Brandenburg.
Weitere Informationen unter www.blb.brandenburg.de

Datum
07.12.2016
Rubrik
Hochschulbau
Verantwortlich
Ulrike Rehberg , ulrike.rehberg@­blb.brandenburg.de
Datum
07.12.2016
Rubrik
Hochschulbau
Verantwortlich
Ulrike Rehberg , ulrike.rehberg@­blb.brandenburg.de